iPad 9 im Test: Was taugt Apples günstiges Einsteiger-Tablet?

Seit 2010 stellt Apple nahezu jedes Jahr ein neues iPad vor und veränderte so den Tablet-Markt maßgeblich. Mit dem iPad in der mittlerweile 9. Generation bietet Apple ein besonders preiswertes Einsteiger-Tablet an. Das iPad 9 macht nicht viel anders als seine Vorgänger, sondern wurde nur an einigen Stellen minimal sinnvoll verbessert. Trotzdem kann es für viele genau das richtige Gerät sein.

Altmodisches Design

Das normale iPad versprüht im Vergleich zu iPad mini, iPad Air und iPad Pro sicherlich bereits etwas Retro-Charme. Es hat noch einen Home-Button, der gleichzeitig als Fingerabdrucksensor dient. Dadurch ist auch der Rahmen um das Display relativ breit. Bei allen anderen iPads kommt entweder Touch ID im Power-Button oder bereits Face ID zum Einsatz.

Auch die Rückseite und die abgerundeten Kanten wirken etwas in die Jahre gekommen. Die Verarbeitung ist jedoch auch beim normalen iPad Apple-typisch sehr hochwertig. Das Gehäuse ist aus Aluminium, die Vorderseite aus kratzfestem beschichteten Glas.

Gute Leistung, ausreichende Akkulaufzeit und ein brillantes Display

Mit dem leistungsfähigen A13-Bionic-Chip von Apple läuft alles flüssig und der Akku des iPads hält grundsätzlich einen Tag durch. In Stromschwierigkeiten dürfte man damit also nur in den allerseltensten Fällen kommen.

Das iPad in der 9. Generation verfügt über ein 10,2 Zoll Retina-Display mit True Tone, welches sich an die Helligkeit und Farbe des Umgebungslichts anpasst. Die Displayinhalte fühlen sich dadurch natürlicher an und das Display spiegelt weniger.

Herkömmliche Anschlüsse

Während mittlerweile alle anderen iPads auf USB-C umgestellt wurden, besitzt das günstigste Tablet von Apple noch einen Lightning-Anschluss. Das iPad besitzt sogar noch einen 3,5 mm-Kopfhöreranschluss.

Abstriche muss man leider beim Apple Pencil machen: Das iPad ist nur mit dem smarten Stift der 1. Generation kompatibel, was wirklich sehr schade ist. Die 2. Generation des Apple Pencil ist nämlich deutlich komfortabler.

Deutlich bessere Frontkamera und akzeptable Hauptkamera

Die Auflösung der Frontkamera stieg von 1,2 Megapixel auf stattliche 12 Megapixel an. Apple bietet zudem den neuen Folgemodus an, der den Nutzer bei FaceTime-Anrufen und Video-Aufnahmen stets in der Mitte des Bildes halten soll. Kommt eine weitere Person ins Bild, wird auch das erkannt und das iPad zoomt selbstständig heraus, um auch sie ins Bild integrieren zu können. Das funktioniert in der Praxis wirklich gut.

Bei der Hauptkamera gibt es wenig neues zu berichten. Die maximale Auflösung bleibt bei 8 Megapixel und es gibt jetzt Videostabilisierung. Die Aufnahmen sind mit jenen eines Mittelklasse-Smartphones vergleichbar.

Fazit: Für viele ist das normale iPad das richtige Tablet

Der größte Pluspunkt für das iPad 9 ist der Verkaufspreis ab 379 Euro. Im Preissegment von unter 400 Euro findet man kein vergleichbares Tablet anderer Hersteller. Das iPad ist nicht nur in der Leistung überlegen, sondern bietet auch das beste Gesamterlebnis. 

Natürlich hat das iPad 9 ein etwas altmodisches Design und erinnert noch stark an die 2. Generation des Tablets aus dem Jahr 2011, während mittlerweile alle anderen aktuellen iPad-Modelle bereits eine Runderneuerung erhalten haben.

Dennoch kann das iPad 9 vieles, was auch das iPad Pro kann, da die Software mit iPadOS 15 identisch ist. Ohne Frage gibt es kleine Einschränkungen im Vergleich zu den teureren iPad-Modellen, diese fallen allerdings im Alltag kaum auf.

Alle die ein Tablet für kleines Geld zum Videoschauen, Internetsurfen und gelegentlichem spielen suchen, müssen mit dem iPad 9 definitiv kaum Abstriche machen.

Dies soll natürlich nicht bedeuten, dass die anderen teureren iPad-Modelle überflüssig sind. Apple bietet für verschiedene Käuferklassen einfach unterschiedliche Geräte an. Wer Premium-Funktionen, wie ein größeres und besseres Display, Face ID, Apple-Pencil-2-Unterstützung, den neuesten Prozessor, USB-C sowie ein 4-Lautsprecher-Audiosystem möchte, wird etwas tiefer in die Geldbörse greifen müssen.

Hat man ein funktionierendes iPad der 7. oder 8. Generation muss man nicht unbedingt umsteigen. Besitzt man jedoch ein älteres Apple-Tablet und macht viel damit, kann sich eine Neuanschaffung auf jeden Fall lohnen.