Kategorien
Tipps & Tricks

Apples App Store gewährleistet möglichst sichere Apps

Apple ist als Betreiber des App Stores automatisch in einer äußerst dominanten Position und hat quasi ein Monopol auf den Vertrieb von iPhone-, iPad und Apple Watch-Apps. Zudem macht Apple mit seinen eigenen Apps den anderen App-Anbietern direkt Konkurrenz.

Einige App-Anbieter und die Politik sind der Meinung, wer in einer so überlegenen Position ist, muss die Regeln ändern oder sogar alternative App Stores zulassen. Apple wehrt sich allerdings heftig dagegen, dass Nutzer die Apps auch aus anderen Quellen als dem App Store beziehen dürfen. Die freie Installation von Apps aus unterschiedlichen Quellen würde die Sicherheit von iPhone, iPad und Apple Watch sowie deren Nutzer unmittelbar gefährden, warnt Apple.

Kontrolle über den App-Store bietet Schutz für die Nutzer

Apples harter Standpunkt ist nachvollziehbar und berechtigt. Nur eine Kontrolle über den App Store und die konsequente Prüfung der Apps seitens Apple kann im Zusammenspiel mit den Sicherheitsfunktionen des Betriebssystems die Verbreitung schädlicher Software verhindern. Und darauf verlassen sich auch Millionen von Nutzern.

Absolute Sicherheit kann natürlich auch Apple nicht garantieren. Schließlich ist auch der App Store nicht ganz frei von schlecht programmierten Apps, gefährlicher Malware und der Abzocke durch überteuerte In-App-Käufe.

Es hat also einen guten Grund, dass Apple mit dem App Store nur eine Quelle für Apps zulässt. Arglose Nutzer könnten sonst ungeprüfte Apps auf iPhone und iPad installieren. Das würde dann zu Sicherheitsrisiken führen, die bestimmt nicht im Interesse der Nutzer sind. Kriminelle könnten versuchen, Zugang zu erlangen, Daten abzugreifen und Nutzer zu betrügen. Bei Apps aus anderen Quellen greifen zudem die Kontrollmaßnahmen seitens Apples für In-App-Käufe nicht.

Kuriose Situation am Mac und MacBook

Am Mac und MacBook ist die direkte Installation von Software außerhalb von Apples App Store bislang möglich. Denn unter macOS kann man installieren, was und woher man will. Diese Möglichkeit, Mac-Apps frei aus dem Internet zu laden, wird auch regelmäßig von Angreifern mittels Schadsoftware ausgenutzt.

Der Mac hat sicher ein signifikant größeres Malware-Problem als iPhone, iPad und Apple Watch. Jedoch ist der Mac auch nur ein relativ kleines Ziel. Die Zahl der iOS-, iPadOS und watchOS-Nutzer ist rund zehnmal größer als die Zahl der Mac-Nutzer. Zudem werden auf iPhones, iPads und Apple Watches viel mehr Apps heruntergeladen und auch häufig sensiblere Daten gespeichert. Entsprechend sind iPhones, iPads und Apple Watches auch viel attraktivere Ziele für Angreifer.

Vertrauenswürdige und geprüfte Apps mit geringem Risiko

Egal ob iPhone, iPad, Apple Watch, Mac oder Apple TV: Apps aus dem offiziellen App Store von Apple herunterzuladen ist jedenfalls deutlich sicherer, als sich bei dubiosen Quellen nach Apps umzusehen. Hinsichtlich der Sicherheit und des Datenschutzes sollte man auf jeden Fall keine gefährlichen Experimente eingehen. Aber auch bei Apples App Store gilt natürlich: Vorsicht liebe Nutzer – nicht einfach jede App bedenkenlos installieren!