Apple AirTag im Test: Vielseitiger Allesfinder?

AirTags von Apple sind kleine Funksender und sollen dabei helfen verloren gegangene Sachen wieder zu finden. Man befestigt sie am besten an persönliche Alltagsgegenstände, die nicht verloren gehen dürfen. Also zum Beispiel an Dinge wie Schlüsselbund, Rucksack, Koffer, Handtasche oder Geldbörse. Aber auch Auto, Fahrrad oder Roller sind durchaus möglich.

Trotz der geringen Funkreichweite von nur wenigen Metern klappt das weltweit, da Apple einen Großteil der Millionen iPhones, iPads und Macs dazu nutzt, um verlorene AirTags zu orten und die jeweiligen Besitzer über den Standort aufzuklären. Laut Apple läuft das vollkommen anonym und unter Schutz der Privatsphäre.

Simples Design und akzeptabler Preis

AirTags sind scheibenförmig und mit einem Durchmesser von rund drei Zentimetern ungefähr so groß wie eine 2-Euro-Münze. Mit einer Höhe von acht Millimetern dürften sie auch noch in die meisten Geldbörsen passen. Für die Befestigung am Schlüsselbund oder an anderen persönlichen Gegenständen benötigt man zusätzliches Zubehör, denn eine Öse bieten die AirTags leider nicht. Eigentlich etwas unverständlich und echt ärgerlich!

Einzeln kostet das Airtag 35 Euro. Das Vierer-Pack gibt es um 119 Euro. Bei der Bestellung über die Apple-Website können die AirTags entweder beschriftet oder mit Icons personalisiert werden. Der verhältnismäßig niedrige Preis wird durch die hohen Kosten für die Befestigungsanhänger, die Apple als Zubehör ab 35 Euro verkauft, wieder etwas relativiert. Ähnlich wie bei den Armbändern für die Apple Watch gibt es aber auch hier günstigere Lösungen von anderen Unternehmen.

Untypisch für Apple: Austauschbare Batterie

Die Stromversorgung übernimmt eine Knopfzelle im weit verbreiteten CR2032-Format. Laut Apple hält die Batterie etwa ein Jahr lang und lässt sich ohne Werkzeug einfach austauschen. Dazu presst man die glänzende Seite des AirTags mit dem Daumen in die Oberseite und dreht sie gegen den Uhrzeigersinn, damit das Gehäuse aufspringt.

Unkomplizierte Einrichtung

Das AirTag ist schnell eingerichtet: Man zieht die Schutzfolie aus dem AirTag, wodurch die Batterie Kontakt bekommt und das Gerät zum Leben erwacht. AirTags setzen ein iPhone, ein iPad oder einen Mac voraus, auf dem zumindest  iOS 14.5, iPadOS 14.5 bzw. macOS Big Sur 11.1 läuft. Man hält das AirTag in die Nähe des iPhones oder iPads und wartet kurz, bis es eingerichtet werden kann. Im Rahmen der Konfiguration wird das AirTag mit dem iCloud-Konto verknüpft. Da man diese Verbindung nur selbst wieder aufheben kann, ist das AirTag für einen möglichen Finder wertlos.

Apple-Geräte auf der ganzen Welt helfen bei der AirTag-Suche

Geht ein Gegenstand mitsamt dem AirTag verloren, dann kann man ihn mit der »Wo ist?«-App mittels Kartenansicht oder der genaueren Kurzstrecken-Ortung aufspüren. Neben der Funktechnik steckt ein winziger Lautsprecher im AirTag. Dank ihm kann sich das Gerät bei Bedarf auch akustisch bemerkbar machen. Wenn sich das AirTag außerhalb der Reichweite des eigenen iPhones, iPads oder Macs bewegt, wird das weltweite Netz aus Millionen von anderen iPhones, iPads und Macs zur Suche genutzt.

Verloren-Modus aktivieren

Lässt sich das AirTag nicht wiederfinden, kann man es als verloren markieren und eine Telefonnummer eingeben, bei der sich der ehrliche Finder melden kann. Jeder, der ein AirTag findet, kann es mit seinem Smartphone scannen. Zum Scannen benötigt man nämlich kein iPhone. Jedes Smartphone mit NFC-Funktion eignet sich – das ist die Mehrzahl der Geräte. Im Normalzustand wird lediglich die Seriennummer des Geräts gezeigt. Wurde das AirTag jedoch als verloren markiert, dann erscheint zusätzlich auch die Telefonnummer des Eigentümers.

Fazit: Ein echt praktischer Allesfinder

AirTags zählen sicherlich zu den günstigeren Apple-Produkten und sie sind auch total vielseitig einsetzbar. Mit den AirTags findet man verlorene oder gestohlene Gegenstände ruckzuck wieder – in der Wohnung genauso wie im Freien oder am anderen Ende der Welt.


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